EIT Exkursion 2017: Supercomputer und Riesenbagger

Auch in diesem Jahr hat die Abteilung Elektrotechnik und Informationstechnik wieder eine Exkursion durchgeführt. Vom 17. bis 19. Oktober ging es in Richtung Eifel. Unter Leitung der Fachgebiete EAN und ATE durften über 40 Teilnehmer aus Bachelor- und Masterstudiengängen an sechs interessanten Standorten einen Einblick in Forschung und Industrie erhalten.

Los ging es am frühen Dienstagmorgen mit dem Reisebus in Richtung Wegberg. Angekommen am Bahn-Prüfcenter von Siemens durfte die Hälfte der Gruppe aussteigen und eine spannende Einführung in die laufenden Prozesse der Anlage erhalten. Im Prüfcenter werden die von Siemens produzierten Zugteile zusammengesetzt und auf entsprechende Parameter geprüft, bevor sie an den Kunden ausgeliefert werden und in den Verkehr gelangen. Nach einer Führung folgte eine Diskussionsrunde mit Imbiss. Währenddessen reiste der zweite Teil der Gruppe weiter zum Forschungszentrum Jülich, wo unter anderem der Supercomputer „JuQueen“ und ein hochmoderner Reinraum gezeigt wurden. Nach einem Mittagessen in der Mensa des Forschungszentrums vereinte sich die Gruppe wieder in Jülich und nahm an weiteren Führungen teil. Hier konnte eine Auswahl zwischen „Luft und Atmosphäre“, „Biotechnologie“ und „Nuklearmedizin“ getroffen werden. Gegen Abend fuhren wir zu unserer Herberge in Ahrhütte in der Eifel; nach einem gemeinsamen Abendessen klang der Tag bei gemeinsamen Kaltgetränken und Kartenspielen aus. Der Mittwoch begann mit einer Führung durch das Pumpspeicherwerk Vianden in Luxemburg. Dabei konnten der große Generatorraum tief unter der Erde sowie das Speicherbecken 509 Meter über den Pumpen bestaunt werden. Im Anschluss führte uns das Programm zum Radioteleskop in Effelsberg. Das 100-Meter-Teleskop wurde mit zwei Vorträgen und einer Führung vorgestellt. Weil das Teleskop zu diesem Zeitpunkt repariert wurde, konnten alle Teilnehmer die eindrucksvolle Anlage sogar besteigen. Nach einem Fußmarsch und der Heimfahrt zur Herberge beschlossen das langersehnte Abendessen und ein entspannter Abend den Tag. Nach einem zeitigen Frühstück verabschiedeten wir uns aus Ahrhütte und brachen zum Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn auf. Dort wurde in einem spannenden Vortrag zu digitalen, breitbandigen Fast-Fourier-Transform- Spektrometern (FFTS) für radio-astronomische Empfänger der messtechnische Zusammenhang von Institut und Teleskop vorgestellt. Nach einer weiteren kurzen Busfahrt gelangten wir zum letzten Programmpunkt, der Braunkohleförderung und -verstromung westlich von Köln. Hier erhielten wir nach einem kurzen Einführungsvortrag eine Rundfahrt durch den Tagebau Garzweiler. Dort stießen wir auf einen der größten Braunkohle-Bagger der Welt. Danach folgten wir dem Weg der Braunkohle zum Kraftwerk Niederaußem. Bei einem sehr ausführlichen Rundgang mit Sicherheitskleidung durch Block K konnten wir Kessel, Turbine und Generator der 1-Gigawatt-Anlage besichtigen. Wir bedanken uns bei den Organisatoren Prof. Erni und Prof. Krost für drei sehr abwechslungsreiche und interessante Tage.

 

Gruppenbild